Ganz nach dem Motto „Sicher am Berg“ stellen wir euch Sicherungsgeräte zum Sportklettern vor. Diesmal: das Smart von Mammut.

Das Smart von Mammut ist der Klassiker unter den Autotubern und vor allem bei Kindern sehr beliebt, da es über einen großzügigen Rüssel zum Seilausgeben verfügt. Ein „normales“ Seilausgeben, wie es manch einer vom Tuber gewöhnt ist, ist allerdings fast nicht möglich, da das Gerät sehr sensibel reagiert und bei etwas dickeren Seilen sofort blockiert. Der optionale Smarter bewirkt, dass das Gerät auch dann blockiert, wenn das Bremsseil sehr steil einläuft. Sehr smart für Anfänger und im Kursbetrieb.

Fakten über das Smart

Das Smart ist ein halbautomatisches Sicherungsgerät der Firma Mammut zum Sichern mit Einfachseilen. Das Smart kann für Seile mit einem Durch­messer zwischen 8,7 und 10,5 mm verwendet werden. Da die Blockierunterstützung des Smart von der Form des Sicherungs­karabiners abhängt, muss dieses Sicherungsgerät mit einem symmetrischen HMS-Karabiner mit rundem Querschnitt kombiniert werden.

Der Partnercheck

Der Partnercheck vor jedem Start ist ein elementarer Sicherheitsstandard. Dabei kontrollieren beide Partner fünf Punkte: den Anseilknoten, die Verschlusssicherung des Karabiners, die Funktion des Sicherungsgerätes durch ruckartiges Ziehen, die Gurtverschlüsse und – zuletzt – ob das Seilende abgeknotet ist.

Das Seilausgeben mit dem Smart

Zum Seilausgeben zieht die Führungshand das Seil aus dem Gerät, während die Bremshand das Seil von unten in das Sicherungsgerät schiebt. Anschließend wird das überflüssige Schlappseil sofort wieder eingezogen und die Bremshand rutscht zurück in die Ausgangsposition.

Das „Bremshandprinzip

Ebenso elementar – auch bei halbautomatischen Sicherungsgeräten – ist das „Bremshandprinzip“ während des Kletterns. Bremshandprinzip bedeutet, dass der Sichernde mit der Bremshand in jeder Phase des Sicherungsvorgangs das Bremsseil umschließt.  Im Falle eines Sturzes fixiert die Bremshand das Bremsseil und geht nach unten. Die zweite Hand, die sogenannte Führungshand, unterstützt lediglich die Seilführung.

Da Halbautomaten sofort blockieren, ist es notwendig, dass sich der Sichernde beim Sturzhalten aktiv zur Wand bewegt. Dadurch wird der Sturz dynamischer – „weicher“ –, und ein harter Anprall an der Kletterwand verhindert.

Die Stärke der Halbautomaten besteht darin, dass diese bei ruckartigem Seildurchlauf – zum Beispiel im Falle eines Sturzes – automatisch das Seil blockieren. Also auch dann, wenn der Sichernde mit geringer Handkraft das Bremsseil umschließt.

Diese gewünschte Eigenschaft bringt den Nachteil mit sich, dass das Gerät auch dann blockiert, wenn beim Einhängen einer Zwischensicherung schnelles Seilausgeben notwendig ist. Zum schnellen Seilausgeben ohne Blockierung bildet die Bremshand mit Daumen und Zeigefinger einen Ring um das Bremsseil, während der Daumen den Rüssel des Smart nach vorne zieht. Die Führungs­hand gibt Seil aus. Danach geht die Bremshand wieder nach unten Richtung Oberschenkel und bleibt am Bremsseil.

Beim Ablassen bleibt die Bremshand unten am Bremsseil, die Führungshand geht zum Sicherungsgerät. Der Daumen der Führungshand drückt den Rüssel des Smart vorsichtig nach vorne oben. Dadurch wird die Blockierung langsam gelöst. Die Brems­hand lässt nun dosiert das Seil durchrutschen und steuert die Ablassgeschwindigkeit.

Der Toprope-Modus

Beim Seileinholen und Sichern im Toprope zieht die Bremshand das Bremsseil in einem Bogen schräg nach oben aus dem Sicherungs­gerät und geht anschließend sofort wieder nach unten. Im Tunnelgriff rutscht die Bremshand am Bremsseil wieder nach oben Richtung Sicherungsgerät. Der Smarter ist ein aufsteckbares Zusatzmodul und verhindert, dass die Blockierunterstützung des Geräts bei zu steil einlaufendem Bremsseil außer Kraft gesetzt wird. Er ist für den Anfängerbereich konzipiert.

SicherAmBerg – das Programm

Unter dem Gesamtprojekt „SicherAmBerg“ stellt der Österreichische Alpenverein Lehrvideos zu allen relevanten Alpenverein-Kernsportarten wie Skitouren, Sportklettern, Klettersteig oder Alpinklettern zur Verfügung. Doch SicherAmBerg steht nicht nur für Video-Tutorials. Darunter versteht man vielmehr ein Gesamtkonzept, das sich aus hochwertigen Publikationen, Events, Ausbildungskursen oder eben Videos zusammensetzt und das Ziel hat, die Sicherheit am Berg oder in der Kletterhalle zu erhöhen.

Wer mehr zu den verschiedenen Themen erfahren möchte, der wird auf www.alpenverein.at/sicheramberg fündig.