Klettern ist für viele die kleine schnelle Flucht aus dem Alltag. Um das Erlebnis etwas auszuweiten und eindrucksvoller zu gestalten, kann man das Ganze einfach ausdehnen und auf einer Hütte in der Nähe übernachten.  

Diesmal beeilen wir uns am Ende des Tages nicht, um die letzte Bahn ins Tal zu erreichen oder noch vor dem Dunkelwerden den Abstieg zu schaffen. Nein, wir bleiben einfach oben und genießen die letzten ruhigen Stunden des Tages. Wir beobachten die Sonne, die langsam hinter den Gipfeln verschwindet und beziehen unser Lager in einer gemütlichen Alpenvereinshütte.

Wer früh drann ist, genießt einen eindrucksvollen Sonnenaufgang. Foto: Matthias Bader | Climbers Paradise
Wer früh dran ist, genießt einen eindrucksvollen Sonnenaufgang, Foto: Matthias Bader

Am nächsten Morgen starten wir schon früh vor den ersten Tagestouristen und sichern uns die Pole-Position. Aus dem einfachen Klettern wird ein unvergessliches Gesamterlebnis. 

Hütten mit Klettermöglichkeiten in der Umgebung gibt es einige. Wir stellen euch ein paar Möglichkeiten vor:

Das Solsteinhaus

Die wunderschön zwischen Erlspitze und Großem Solstein in der Ferienregion Innsbruck gelegene Alpenvereinshütte bietet Übernachtungsplätze für 85 Personen. Erreichbar ist das Solsteinhaus von Hochzirl in gemütlichen 2 bis 3 Stunden.

Im Umfeld der Hütte gibt es einen Klettergarten mit Routen im Schwierigkeitsgrad II bis V, der perfekt für Anfänger und Kinder geeignet ist. Empfehlenswert ist auch eine Begehung des nett angelegten Übungsklettersteiges. Aufgrund des alpinen Umfeldes unbedingt das Tragen des Helmes nicht vergessen. Infos zum Sportklettern, Alpinklettern und den sonstigen Möglichkeiten findet man zusätzlich auf der Homepage des Solsteinhauses.

Der Klettergarten in unmittelbarer Nähe zum Solsteinhaus eignet sich auch perfekt für Kinder. Foto: Matthais Bader | Climbers Paradise
Der Klettergarten in unmittelbarer Nähe zum Solsteinhaus eignet sich auch perfekt für Kinder, Foto: Matthias Bader

Die Erfurter Hütte

Hoch über dem Achensee befindet sich eine Alpenvereinshütte mit Klettermöglichkeiten für einen ganzen Sommer lang: die Erfurter Hütte. Dank Rofanseilbahn ist der Zustieg äußerst bequem, steht die Hütte doch direkt neben der Bergstation.

In ihrem Umfeld gibt es unzählige Klettergärten und alpine Kletterrouten. Vom Anfänger- und Kinderklettergarten, wie z.B. bei der Mauritzalm, bis zum Highend-Sportklettergebiet ist alles dabei. Gemeinsam haben sie alle den kompakten Kalkfelsen und den erhabenen Blick zum Achensee, der sich wie ein Fjord in das idyllische Gebirgstal bettet.

Ebenso kann man den wunderschön gebauten „5 Gipfel Klettersteig“ begehen. Für Genießer empfiehlt es sich, nicht den ganzen Klettersteig an einem Tag zu begehen, sondern einfach auf zwei Tage aufzuteilen. 

Infos und Routenbeschreibung zu allen Klettermöglichkeiten und Klettersteigen findet ihr auf unseren Seiten zur Region Achensee

Der 5-Gipfel-Klettersteig im Rofan kombiniert sportliche Herausforderung und Bergerlebnis. Foto: Christina Schwann | Climbers Paradise
Der 5-Gipfel-Klettersteig im Rofan kombiniert sportliche Herausforderung und Bergerlebnis, Foto: Christina Schwann

Das Alplhaus

Der Geheimtipp oberhalb von Wildermieming für Kletterer, die Mehrseillängenrouten bevorzugen: das Alplhaus.

Im Umkreis der Hütte hat sich in den letzten Jahren klettertechnisch sehr viel getan: Am Karkopf sind einige wunderschöne Mehrseillängentouren entstanden. Alle mit dem Prädikat „empfehlenswert“. Die leichteste Route ist das „Geheimnis der Gallier“. 8 SL bis zum vierten Schwierigkeitsgrad. Perfekt zur Einstimmung. Wer es etwas sportlicher mag, dem sei „Pflück den Tag“ oder „Heimatliebe“ nahegelegt. Hier wird schon der 7. Schwierigkeitsgrad erreicht.  Teilweise auch AO möglich.

Infos und Topos zu diesen und weiteren Routen findet ihr auf unseren Seiten zu den Mehrseillängentouren in der Region Innsbruck