Es muss nicht immer eine Wand sein: Viele Klettersteige schlängeln sich elegant an Gratverläufen empor und haben dabei einen unschlagbaren Vorteil: Die Aussicht lässt sich auf beiden Seiten wunderbar genießen! Wir stellen euch 5 Klettersteige über lange Grate vor.

1. „Innsbrucker Klettersteig“ (C/D), Innsbruck

Oben das Seil, unten die Stadt: der Innsbrucker Klettersteig, Foto: Tirol Werbung / Stolle Frank

Es hat schon seinen Grund, warum diese Via Ferrata auch unter dem Namen „Panoramaklettersteig“ bekannt ist: Auf der einen Seite das urbane Innsbruck, auf der anderen Seite das wilde Karwendel, in der Mitte man selbst. Von der Seegrube bis hinüber zum Frau-Hitt-Sattel – der Innsbrucker Klettersteig bietet eine Gratüberschreitung der Sonderklasse. Wem der gesamte Steig zu lang ist, der kann auch in der Mitte über den Langen Sattel wieder zurück auf die Höttinger Alm absteigen. Der Kaspressknödel dort ist obligatorisch!

Der ganze Grat: die Nordkette über Innsbruck. Foto: Tirol Werbung / Stolle Frank

Topo & Infos: „Innsbrucker Klettersteig“, Innsbruck

2. „Arlberger Klettersteig“ (D), St. Anton am Arlberg

Die mit dem Grat tanzen: unterwegs am Arlberger Klettersteig, Foto: Bernd Ritschel / TVB St. Anton am Arlberg

Fast immer am Grat entlang und immer weit, weit über dem Stanzer Tal: Der Arlberger Klettersteig war neben dem Martinswand-Klettersteig der erste Eisenweg in Tirol. Entsprechend spektakulär und logisch auch seine Linienführung, und entsprechend alpin, anspruchsvoll und anstrengend: Fast drei Kilometer tänzelt man den Grat von Knoppenjochspitze bis zur Weißschrofenspitze entlang. Auch der Abstieg von der Weißschrofenspitze ist noch anstrengend. Wer den Schwierigkeiten gewachsen ist: Gratkletterei at it’s finest!

Topo & Infos: „Arlberger Klettersteig“, St. Anton

3. „Goldweg Nauders“ (D), Tiroler Oberland

Goldiger Gratanstieg in Nauders, Topo: Climbers-Paradise

Da der Reschensee, dort die Goldseen: Der Goldweg bietet tatsächlich goldigste Ausblicke. Und daneben auch noch perfekten Fels. Schon länger ein Klassiker, führt diese Via Ferrata fast immer am Grat entlang direkt auf die Bergkastelspitze (2.912 m). Alpine Erfahrung und Trittsicherheit sind neben einer gehörigen Portion Kraft auch erforderlich.

Topo & Infos: „Goldweg Nauders“, Tiroler Oberland

4. „Marokka Klettersteig“ (C), Fieberbrunn

Gratwanderung: Der Marokka-Klettersteig, Foto: Robert Pupeter / Tirol Werbung

Die Via Ferrata auf die Marokka (2.001 m) – einen Vorgipfel der Henne (2.078 m), die Berge haben hier also alle so schöne Namen – ist ein kleiner, aber feiner Steig in grandiosem Ambiente. Schöner Gratverlauf im oberen Teil, die Henne inspiriert zu einem weiteren Gipfel. Der Abstieg führt dann am wunderbar gelegenen Wildseeloderhaus vorbei, insgesamt ein Bergtag der Sonderklasse!

Topo & Infos: „Marokka Klettersteig“, Fieberbrunn

5. „Klettersteig Flimspitz“ (C), Ischgl

Am ausgesetzten Grat auf die Flimspitz, Foto: TVB Ischgl

2.929 Meter: Die Flimspitz verfehlt die 3.000er-Marke nur knapp und ist dennoch die höchste Erhebung rund um Ischgl. Der neue Klettersteig auf den Gipfel ist von der Flimjochbahn-Bergstation (Idjochbahn-Bergstation) aus leicht erreichbar und größtenteils recht einfach (Schwierigkeit A). Der ausgesetzte Südgrat sorgt aber dennoch für ordentlich Adrenalin! Erfahrene Klettersteiggeher können diesen Steig auch mit dem Greitspitzklettersteig kombinieren.

Topo & Infos: „Klettersteig Flimspitz“, Ischgl