Aufwärmen vor dem Klettern oder Bouldern ist für Kinder genauso wie für Erwachsene extrem wichtig. Gilt es doch den Körper und die Sehnen auf die bevorstehende Belastung vorzubereiten.

Aufwärmen hilft dem Körper, die Leistung optimal abzurufen, und wirkt vorbeugend gegenüber Verletzungen. Auch langfristigen Verschleißerscheinungen am Körper kann damit besser gegengesteuert werden.

Übrigens: Dehnen ist auch eine Möglichkeit, sollte aber vor dem Klettern nur ganz kurz gemacht werden. Besser an einem Pausetag oder nach der Klettereinheit an der Beweglichkeit arbeiten.

Aufwärmen darf auch Spaß machen, Foto: Matthias Bader | Climbers Paradise

Aufwärmen darf auch Spaß machen, Foto: Matthias Bader

Zwei Arten von Aufwärmen

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen allgemeinem und spezifischem Aufwärmen:

  • Beim allgemeinen Aufwärmen gilt es, den Körper auf Betriebstemperatur zu bringen und das Herzkreislaufsystem anzukurbeln. Kurz Joggen, Hampelmann springen oder Ähnliches sind Beispiele dafür.
  • Beim spezifischen Aufwärmen werden die Muskelgruppen, die man gezielt fürs Klettern braucht, aufgewärmt. Eine leichte Route oder ein paar leichte Boulder klettern eignen sich ideal dafür.

Spaß beim Aufwärmen – so machen die Kinder gerne mit

Bei Kindern erfolgt das Aufwärmen nach dem gleichen Prinzip, allerdings macht es ihnen viel mehr Spaß, wenn man das ganze spielerisch angeht.

Statt einfach nur zu joggen, macht etwa Fangenspielen viel mehr Spaß.

Aufwärmspiele für Kinder

  • Teamball: Es werden zwei gleich große Teams gebildet und das Ziel ist es, einen Gegenstand so oft wie möglich im Team hin und her zu spielen. Dabei darf der Ball den Boden nicht berühren und vom gegnerischen Team nicht gefangen werden. Gewinner ist das Team mit mehr Punkten. Einen Punkt gibt es bei z.B. fünf Pässen. Ideal, wenn mehrere Kinder vor Ort sind.
  • „Feuer, Wasser, Sturm“: Ideal im Kinderbereich einer Kletterhalle. Die Kinder bewegen sich auf der Matte, ohne die Wand zu berühren. Beim Kommando „Feuer“ müssen alle so schnell wie möglich an die Kletterwand und sich nur an roten Griffen min. 5 Sekunden lang festhalten, ohne den Boden zu berühren. Beim Kommando „Wasser“ dürfen nur blaue Griffe verwendet werden. Wird „Sturm“ gerufen, müssen sich alle auf der Matte hinlegen. Der jeweils Letzte scheidet aus.

Mehr Ideen für Aufwärmspiele gibt es im sehr guten Buch „Kletterspiele“ vom Österreichischen Alpenverein.

Aufwärmen für Kinder Kletterspiele Alpenverein, Foto: Matthais Bader | Climbers Paradise

Empfehlenswertes Buch: „Kletterspiele“, Österreichischer Alpenverein, Foto: Matthais Bader | Climbers Paradise

Natürlich hängt das Aufwärmprogramm auch von der Kletterhalle oder dem Klettergarten ab. Nicht überall hat man genug Platz oder ist ein Herumrennen gefahrlos möglich. Fangen spielen im Absturzgelände oder in der vollen Kletterhalle ist natürlich nicht möglich.

Mit ein bisschen Fantasie und Improvisation findet man aber oft einen ruhigen, sicheren Bereich und passende Aufwärmspiele.

Auf im Freien sollte man gut aufwärmen, Foto: Matthias Bader | Climbers Paradise

Auch vor dem Klettern im Freien sollte man gut aufwärmen, Foto: Matthias Bader