Für die WM in Innsbruck hat man sich einiges einfallen lassen, damit das Event nicht nur für die Athleten und Athletinnen einmalig wird, sondern auch für jedermann und -frau. Im Climbers Paradise Village am Marktplatz befindet sich in diesem Sinne ein kleiner, lokaler Knotenpunkt, wo alles darangesetzt wird, viele Menschen aktiv in die WM einzubinden und um Fans, Interessierte und Sportler miteinander zu verbinden. Und wenn wir sagen „viele“, meinen wir damit „alle“. Deshalb nimmt das Rahmenprogramm, das dort geboten wird, einen wichtigen Teil innerhalb der sportlichen Veranstaltungen ein. Im Sinne von „Climb. Come together. Celebrate.“ wurde lange an einem ausgewogenen Angebot gefeilt, das für alle Interessensgemeinschaften was Passendes bereithält. Durch sportliche Aktivitäten wie den Boulderjams, freie Exkursionen in die Regionen Tirols, oder Erlebnis- und Wissensvermittlung in Form von Vorträgen und Filmen mit Weltklasse-Athleten oder Filmern der gesamten Outdoorbranche hat sich ein buntes Mosaik entwickelt.

Ein Mann, der viele schlaflose Nächte in Kauf genommen und sich seinen Kopf zerbrochen hat, damit alles einmalig und super wird, ist der Chief of project himself – Markus Schwaiger. Wir haben ihn zum Kreuzverhör im KI getroffen, und ihm allerhand W-Fragen gestellt. Aber lest selbst…

Wie definierst du das Ziel des Climbers Paradise Village?

Markus Schwaiger: Wir wollen im Sinne von „Climb. Come together. Celebrate.“ die ganze Stadt und das Laufpublikum in das Sportevent einbinden. Dadurch können wir Einheimische oder auch Touristen näher an den Sport heranholen und zeigen, dass Klettern eine coole Sportart ist, bei der Spaß genauso wichtig ist, wie das Sporteln selbst.

Anhand welcher Kriterien wurde das Programm ausgewählt?

Markus Schwaiger: Unter unserem Motto kann man sich richtig austoben, der Fokus liegt dabei darauf, nicht nur die Ultrakletterer anzusprechen, sondern auch Hobbykletterer, Einsteiger/innen, Familien oder Touristen – vereinfacht gesagt: alle. Mit diversen Vorträgen, Filmen, Kletterkursen, Wettbewerben, Livebands und anderen Veranstaltungen locken wir ein breites Publikum. Beispielsweise ist auch der Trial-Show-Profi Tom Öhler mit einer Bikeshow dabei – also komplett kletterunspezifisch.

Warum ist das Village nicht direkt bei den Wettkampfstätten vor Ort?

Markus Schwaiger: Die Lokation am Marktplatz ist einzigartig– das wissen bereits wir von den früheren Weltcups, die immer hier stattgefunden haben. Zusätzlich ist das Laufpublikum in der Stadt größer. Im Village können wir auch Nicht-Kletterer auf die WM aufmerksam machen und ihr Interesse für die Bewerbe wecken.

Die Wettkämpfe werden absichtlich nicht via Livestream auf den Marktplatz übertragen, denn das Ziel ist es nicht, das Publikum im Village zu halten, sondern sie sollen wirklich vor Ort zuschauen gehen. Alle, die schon mal bei einem Kletterwettkampf waren, wissen wie genial es ist, wenn das Publikum mitfiebert und beim Anfeuern genauso viel gibt, wie die Kletterer im Wettkampf.  

Trifft man die Athleten trotzdem auch am Marktplatz?

Markus Schwaiger: Ja, mindestens bei den Siegerehrungen sowie während der Eröffnungszeremonie, da diese im Village stattfinden.

Wie lange dauerte die Planung des Rahmenprogramms?

Markus Schwaiger: Daran arbeiten wir nun schon, seit wir uns für die WM beworben haben vor etwa fünf Jahren. Wir sind ein insgesamt zehnköpfiges Organisationsteam, das alles rund um die WM plant, wobei jeder Beteiligte einen anderen Aufgabenbereich hat. Die Organisation vom Rahmenprogramm ist allerdings deutlich entspannter im Vergleich zu den offiziellen Wettbewerben, wo man klare Auflagen vom IFSC (Internationaler Dachverband für Sportklettern) bekommt. Bei diesen Bewerben muss immer alles zu 100% passen, sonst kann es schnell unfair werden.

Habt ihr euch bei den Vorbereitungen inspirieren lassen von anderen Veranstaltungen?

Markus Schwaiger: Ja, aber nicht von Kletterveranstaltungen. Bei den Weltmeisterschaften in Paris bestand das Rahmenprogramm aus einem Eröffnungskonzert und einer Abschlussveranstaltung – da guckt man sich dann eher wenig ab. Andere Sportereignisse, wie das Beachvolleyball Grandslam, gaben uns da schon mehr Ideen mit.

Mein Highlight ist eindeutig die Ledgends Night! Was wird da passieren?  

Markus Schwaiger: Bei der Red Bull Ledgends Night sind voraussichtlich Jacky Godoff, David Lama und Chris Sharma dabei. Den genauen Ablauf des Abends kann ich dir nicht sagen, da überrascht uns Red Bull 😀 Bei Chris kann es aber sein, dass er früher abreist – er wird vielleicht genau dann Papa, aber bssst. Nicht weitererzählen.

Was ist dein persönliches Highlight des CP-Village?

Markus Schwaiger: Ich freu mich sehr auf Nicolas Favresse, der mit seiner Band auftritt und jamt, weil er selbst ein Kletterer ist. Für die Masse denke ich, ist bestimmt Fritz Kalkbrenner ein Highlight. Aber insgesamt kann ich nur sagen: Im Village ist jeden Tag was anderes los und durch diese Vielseitigkeit ergibt sich ein schlüssiges Gesamtpaket, das bestimmt überzeugt.

Und wer ist dein Favorit im Wettkampf?

Markus Schwaiger: Natürlich alle Österreicher, allen voran Jakob und Jessy!

In diesem Sinne wünscht die Redaktion von Climbers Paradise allen Organisatoren und Beteiligten, vor allem aber den Sportlern, alles Gute für das erfolgreiche Gelingen.

Und wir von Climbers Paradise sind natürlich selbst vor Ort und begrüßen euch mit einer Ausgabe des beliebten Klettermagazins Limit und einer Rockselfie-Box. Was das ist? Wir zeigen es euch, wenn ihr bei uns vorbeischaut. Wir freuen uns darauf. Cheers!

Anmerkung: Die genauen Infos zum Programm findet ihr auf www.innsbruck2018.com/entertainment.