Wie sieht eigentlich der perfekte Kletterurlaub mit Kindern aus?

Als kletternde Eltern werden wir oft gefragt, wie für uns der perfekte Tag zum Klettern mit Kindern ausschaut.

Naja, theoretisch wissen wir das schon:

Am Morgen frühstücken wir gemütlich zusammen, packen unsere Rucksäcke und fahren in ein Klettergarten mit kurzem Zustieg und ebenen Wandfuss.

Die Kinder spielen zusammen und wir Eltern können entspannt unsere Routen bzw. Projekte klettern. Am Nachmittag gibt’s noch ein Eis und nach dem Abendessen fallen die Kinder müde ins Bett.

Das kann auch so funktionieren, doch oft schaut die Praxis ganz anders aus. Die Kinder wollen natürlich nicht nur spielen, sondern wie die Eltern klettern. Das heißt, der perfekte Klettertag startet für uns Erwachsene mit Sichern. Und nach dem Sichern folgt noch mal Sichern und danach gibt’s die erste Pause. Denn Klettern ist anstrengend und die Kinder haben Hunger.

Nach der Pause ist es den Kindern meist langweilig und sie wollen nach Hause. Schon ist „der perfekte Klettertag als Familie“ für uns Erwachsene ohne Klettern vorbei.

Das ist jetzt natürlich übertrieben dargestellt und muss nicht immer so sein. Damit es aber keine bösen Überraschungen gibt, haben wir euch ein paar unserer jetzt doch schon mehrjährigen Erfahrungen zum Klettern mit Kindern zusammengestellt.

 

Wo wir mit Kindern klettern

Ganz wichtig ist die richtige Wahl des Klettergartens. Tabu sind Klettergärten mit langem Zustieg, Absturzgelände am Einstieg und objektiven Gefahren wie Steinschlag usw.

Tipp: Klettergarten Oberried oder Ötz im Ötztal. Hier gibt’s auch leichte Kinderrouten.

 

Mit wem wir mit Kindern klettern

Kletternde Eltern kennen das! Prinzipiell müssen die Kinder genau dann aufs Klo, streiten oder haben Hunger, wenn ein Elternteil den anderen gerade sichert und deshalb keiner so schnell zu den Kindern gehen kann.

Daher macht es das ganze um einiges angenehmer, wenn man Freunde mitnimmt, idealerweise auch mit Kindern. Dann kann sich ein Erwachsener um die Kinder kümmern und die Kinder haben ihre Spielkameraden.

 

Wie wir mit Kindern klettern

Bouldern eignet sich zum Klettern mit Kindern besser als Seilklettern. Bouldern ist nicht nur gut für unsere Maximalkraft, sondern macht die Chance auf „den perfekten Klettertag als Familie“ um einiges größer.

Bouldern ist mit Kindern besser als Klettern, Silvapark, Silvretta. Pic by Ingo Filzwieser | Climbers Paradise

Bouldern im Silvapark, Silvretta. Pic by Ingo Filzwieser | Climbers Paradise

Der größte Vorteil: Niemand muss sichern und man kann sich jederzeit um die Kinder kümmern.

Ein Wald oder eine Wiese voller Boulderblöcke ist nicht nur für die Kinder wie ein großer Spielplatz. Bouldern ist viel spielerischer. Jeder kann probieren wann er will und wie er will.

Perfekte Familienbouldergebiete sind unter anderem der Silvapark in der Silvretta oder Mandlersboden im Pitztal.

Perfekt zum Klettern mit Kindern: Bouldergebiet Mandlersboden im Pitztal

Perfekt zum Klettern mit Kindern: Bouldergebiet Mandlersboden im Pitztal

Kletterurlaub mit Kindern kann jedem eine Freude sein

Je älter die Kinder, desto leichter wird das Ganze. Am Ende geht’s nicht darum, ob die Kinder klettern oder ob wir klettern, sondern in erster Linie darum, gemeinsam eine gute Zeit draußen am Fels zu haben. Gemeinsam Freude und Enttäuschung zu erleben und dann kommt das Klettern von ganz alleine.

Klettern mit Kindern, gemeinsam eine gute Zeit haben | Climbers Paradise

Klettern mit Kindern, gemeinsam eine gute Zeit haben | Climbers Paradise