Was fehlte in der Ferienregion Imst neben den ganzen Sportkletterrouten und Alpinen Schmankerln? Genau, ein Gebiet zum Bouldern. Die Steinblock-Crew hat in Hoch-Imst fleißig Blocke geputzt und auf 1.400 Metern ein neues Bouldergebiet erschlossen, wir waren bei der Eröffnung mit dabei!

In Moskau eröffnet die Fußball-Weltmeisterschaft, in Singapur eröffnet ein neues Shopping-Center, in Imst eröffnet ein neues Bouldergebiet. Ist jetzt jedem selbst überlassen, bei welcher Eröffnung er am liebsten dabei ist, wir entscheiden uns jedenfalls für die Version, die am meisten Fels und am wenigsten Menschen verspricht: Bouldern in Imst!

Bester Fels zum Bouldern

Guter Fels zum Bouldern in Hoch-Imst, Foto: Simon Schöpf | Climbers Paradise

Guter Fels zum Bouldern in Hoch-Imst, Foto: Simon Schöpf

„Die Imster Berge sind ja eher für alpinere Unternehmungen bekannt,“ meint Guntram Jörg von der Kletterhalle Steinblock in Imst. „Für’s Bouldern gings bisher immer in Ötztal oder ins Pitztal.“ Weil aber auch in Imst Blöcke in perfekter Qualität quasi vor der Haustüre liegen, war logische Konsequenz: „Stahlbürste und motivierte Freunde einpacken, putzen, bouldern!“

Bouldern für Jedermann

Bouldern im Wald in Hoch-Imst, Foto: Simon Schöpf | Climbers Paradise

Bouldern im Wald in Hoch-Imst, Foto: Simon Schöpf

Entstanden ist ein kleines, aber feines Bouldergebiet mit vielen einfacheren Linien, wer aber zum Beispiel „Straight to Monaco“ will, der muss schon 8a draufhaben. Für jeden was dabei also, und dazu einmalig im Ambiente: Von Hoch-Imst aus geht’s mit dem gemütlichen (man könnte fast sagen: gechillten) 2-er Sessellift rauf auf die Untermarkter Alpe (1.491 m), die Mittelstation der Imster Bergbahnen, und von da dann mit den Crashpads geschultert in wiederum gemütlichen 10 Minuten auf einem Forstweg bergab zu den Blöcken.

Blöcke statt Wände

Bester Inseln Hochgebirgs-Kalk warten hier etwas versteckt im lieblichen Schwammerl-Wald, eingebettet in ein Meer aus Farnen, Lärchen, Kiefern. Um die besten Schwammerl muss man sich allerdings oft mit dem schönen Tiroler Grauvieh streiten, das einem sichtlich verdutzt beim Anreißen zuschaut. „Gebouldert wird in Imst zwar schon länger, drüben im Reithle, aber dort fast nur an Wänden. Hier haben wir eigenständige Blöcke, was für Boulderer natürlich attraktiver ist!“, weiß Guntram als Gebietskenner.

Kühe nahe des neuen Bouldergebiets in Hoch-Imst, Foto: Simon Schöpf | Climbers Paradise

Kühe nahe des neuen Bouldergebiets in Hoch-Imst, Foto: Simon Schöpf

Mit der Sommerrodelbahn ins Tal

Eine Seehöhe von 1.400 Metern verspricht auch im Sommer gute Temperaturen zum Klettern, vom Charakter dominieren gute Leisten, Löcher und sogar Risse. Nur leidenschaftliche Anhänger des Fontainbleau-Ausstiegs-Mantles müssen enttäuscht werden, die Wasserrillen an den Topouts versprechen fast immer einen genialen Henkel als letzten Griff. Und wem das Ganze noch nicht genug Vergnügen für einen Tag im Freien ist, der nimmt von der Bergstation den Alpine Coaster zurück ins Tal, die längste Sommerrodelbahn der Welt!

Sommerrodelbahn in Hoch-Imst, Foto: Simon Schöpf | Climbers Paradise

Sommerrodelbahn in Hoch-Imst, Foto: Simon Schöpf

Die Fakten zum Bouldern in Hoch-Imst im Überblick:

  • 24 Boulder an 12 Blöcken im Schwierigkeitsgrad 5a bis 8a
  • 10 Minuten Zustieg bergab von der Untermarkter Alpe, zirka 25 Minuten ohne Seilbahn von Hoch-Imst
  • Das Topo samt Zustiegsskizze gibt es zum Download.
Weitere Infos rund um die Region unter www.imst.at.
Mehr Fotos auch auf der Website von Steinblock unter www.steinblock.at.