Schön langsam startete der Frühling, man glaubt es kaum – aber auch in Tirol. Nach der „Winterpause“ juckt es schon in den Fingern und Plastik wird endlich wieder gegen Fels eingetauscht. Am ersten schönen Tag ging es für ein paar Mauerfix zur Galerie in der Martinswand bei Innsbruck und seinen Feriendörfern. Durch die Südlage ist die Wand im Hochsommer nur was für Hitzebeständige. Vorzugsweise sollte man sich dort im Frühling oder Herbst aufhalten. Die Touren sind anspruchsvoll und durchschnittlich 35 Meter lang. Der Fels ist griffig und jede noch so kleine Leiste hält, was sie verspricht! Die Absicherung ist gut, aber nicht übertrieben.

Pietro an der Martinswand

Pietro an der Martinswand

July in "grauer Elefant" an der Martinswand

July in „grauer Elefant“

Der Zustieg zur Martinswand

Der Zustieg dauert ca. eine halbe Stunde. Vorbei am AV-Klettergarten und dem Alpinmagazin führt ein Trampelpfad in Richtung Zugtunnel. Man quert eine Schotterrinne und folgt der Beschilderung. Das zweite Warm-Up über die Eisenleiter ist nach dem Zustieg auch erledigt.

Zustieg zur Galerie in der Martinswand

Maggi in „der Eisenleiter“

Martinswand: Galerie - Kletterregion Innsbruck und seine Feriendörfer

Die Martinswand

Die Galerie an der Martinswand

An der Galerie gibt es mittlerweile um die 60 Routen, gut abgesichert und schön steil. Die meisten Touren befinden sich im 6ten und 7ten Schwierigkeitsgrad. Für Anfänger eher nicht geeignet. Das Ausdauertraining kommt dafür nicht zu kurz. Der Fels ist noch scharf und kompakt. Eine tolle und abwechslungsreiche Kletterei an Leisten, Wasserlöchern und gewaltigen Henkeln verspricht einen nicht langweiligen Klettertag.

Die Rosinante wählten wir als Aufwärmtour, weiter ging es mit einer gewaltigen 6c „Spider Schwein“.  Eine abwechslungsreiche Tour mit einem ungewöhnlichen Rastplatz in der Mitte, unbedingt ausprobieren. Jede Tour zu den Topos der Martinswand haben somit ihre Eigenheiten.

Nach getaner Arbeit setzten wir uns auf ein Bankerl an den Wandfuß und öffneten ein wohlverdientes Dosenbier. Unsere Blicke ließen wir noch einmal übers Inntal schweifen. Vor uns lagen malerisch im Abendrot die Tiroler Dolomiten – unsere Kalkkögel –und rechter Hand verließen die letzten Mehrseillängenkletterer eine Tour.

Ein kleiner Tipp noch am Rande: nur nicht zu viel Bier trinken, denn die Eisenleiter muss auch wieder abgeklettert werden. In dem Sinn, viel Spaß beim Kraxln.

Bis bald, die Mauerfix