Klettersteige erleben seit Jahren einen Boom. Mit Trittstufen und Eisenklammern, immer gesichert an einem durchgehenden Drahtseil, ist das Klettersteiggehen so etwas wie Wandern in der Vertikalen.
Rund um Innsbruck gibt es zahlreiche Klettersteige. Zwei davon stellen wir hier genauer vor: den Gratklassiker an der Nordkette und den sportlichen Steig an der Martinswand.
Zur eigenen Sicherheit: Eine moderne, geprüfte Klettersteigausrüstung ist Pflicht – und man muss sie auch bedienen können. Wer ungeübt ist, sollte zuerst einen Kurs bei einer staatlich geprüften Berg- und Skiführerin oder einem Berg- und Skiführer besuchen.
Text: Matthias Bader
Der Innsbrucker Klettersteig ist der Klassiker über den Dächern der Tiroler Landeshauptstadt. Er führt in zwei Sektionen über sieben Gipfel der Nordkette – mit Ausblicken hinunter auf Innsbruck, zum vergletscherten Alpenhauptkamm und ins einsame Karwendel.
Beide Sektionen an einem Tag sind nur etwas für sehr konditionsstarke Klettersteiggeher. Auch wenn die Bewertung es nicht vermuten lässt: Der Steig ist lang und anspruchsvoll. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, gute Kondition und stabiles Wetter sind Pflicht.
Der Kaiser-Max-Klettersteig führt bei Zirl in gerader Linie durch die Martinswand und war einer der ersten reinen Sportklettersteige Österreichs. Im oberen Teil gibt es kaum künstliche Tritte: Rund 100 Meter fast senkrechte Platten mit Stellen bis E verlangen gute Klettertechnik, Kletterschuhe sind empfehlenswert. Auch der ausgesetzte erste Teil (D) ist nicht zu unterschätzen. Wer genug hat, kann nach dem ersten Teil zur Maximiliansgrotte aussteigen.
Einen kurzen Vergleich mit neun weiteren Steigen gibt es in Von B bis E: 10 Klettersteige in Tirol für jedes Niveau.
Hinweis: Die Zeitangaben sind Richtwerte und können je nach Verhältnissen, Kondition und Können stark abweichen.
Tipps & Sicherheit
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