Klettergarten Bärenkopf am Achensee: Herbstsonne und Schokoriegel-Routen

Kompakter Kalk, logische Linien und Routen namens Bounty, Mars und Snickers: Der Klettergarten Bärenkopf in Maurach ist ohne Lift erreichbar – und im Spätherbst ein Sonnenplatz für den Vormittag.
Blick vom Klettergarten Bärenkopf auf Maurach und das Rofan im Herbst
Blick vom Klettergarten Bärenkopf auf Maurach und das Rofan im Herbst

Mal was Neues am größten See Tirols

Traumhaftes Spätherbstwetter und die Lust, etwas Neues auszuprobieren: Das hat uns an den Achensee geführt, den größten See Tirols.

Zum Sportklettern haben wir uns für den Klettergarten Bärenkopf in Maurach entschieden – auch, weil er ohne Lift erreichbar ist. Zu zweit sind wir gegen Mittag in Innsbruck losgefahren und waren schnell und unkompliziert am Achensee.

Text: Eva Marthe

Parken und Zustieg: Helm nicht vergessen

Der Ausgangspunkt ist gut beschildert. Geparkt wird direkt neben dem Campingplatz Karwendel Camping – die Parkmöglichkeit ist allerdings klein.

Der Zustieg hat es in sich: Mindestens 10 Minuten geht es in Serpentinen ziemlich mühsam bergauf zum unteren Sektor. Ein Schild warnt vor möglichem Steinschlag, der Helm gehört also in den Rucksack. Dafür gibt es unterwegs Herbststimmung pur.

Kletterin mit Rucksack am Wegweiser zum Klettergarten Bärenkopf
Steiler Waldweg im Herbst zum Klettergarten Bärenkopf

Kompakter Kalk, logische Linien

Schon die erste Tour hat uns begeistert: kompakter Kalk, super Griffe, erstaunlich viele Sanduhren und Löcher. Der Fels ist noch rau und kaum abgeschmiert. Die Hakenabstände sind gut gewählt, die Linien logisch – dem Kletterspaß steht nichts im Weg.

Kletterin am Ausstieg einer Route am Bärenkopf, das Seil hängt in der Wand

Unterer Sektor: die Johannis-Routen

Im unteren Sektor zählten wir eine Route im vierten, vier im fünften und eine im sechsten Grad. Besonders angetan haben es uns die sogenannten Johannis-Routen: Mitten im Fels wartet eine witzige Überraschung – mehr wird nicht verraten.

Und dann die Aussicht: Der Blick reicht weit übers Rofan und hinunter nach Maurach. Nur der Achensee selbst versteckt sich von hier aus.

Kalkwand und Wandfuß im unteren Sektor des Klettergartens Bärenkopf
Blick vom Klettergarten Bärenkopf auf Maurach und das Rofan im Herbst

Oberer Sektor: süße Sechser

Wer noch Kraft und Ausdauer hat, nimmt sich den oberen Sektor vor. Bei unserem Besuch warteten dort neun Routen im sechsten Grad – und die hießen tatsächlich Bounty, Mars, Snickers und so weiter.

Holzstufen am Weg zum oberen Sektor des Klettergartens Bärenkopf

Auf einen Blick: Klettergarten Bärenkopf

  • Lage: oberhalb der Lärchenwiese in Maurach am Achensee, ohne Lift erreichbar
  • Parken: kleiner Parkplatz neben Karwendel Camping
  • Zustieg: 10 bis 15 Minuten steil bergauf, Helm empfohlen
  • Routen: 24 Sportkletterrouten von 4+ bis 7a+, 8 bis 35 Meter lang, in drei Sektoren
  • Fels: kompakter Kalk, Wand nach Südosten ausgerichtet
  • Absicherung: von Andreas und Thomas Nothdurfter saniert, geringe Hakenabstände

Unser Tipp: Im Spätherbst scheint hier nur am Vormittag die Sonne. Also früh losgehen – nicht wie wir erst gegen Mittag.

Have fun – Eva und Maggi

Der Klettergarten aus diesem Artikel

  • Klettergarten Bärenkopf

    Schwierigkeit:Schwierigkeit: 4 - 7Ort:Eben am Achensee / AchenseeRouten:24 Routen

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