3 beliebte Mehrseillängen-Gebiete für den Herbst

aktualisiert am: 22. Sept. 2025
Der Sommer neigt sich dem Ende zu – doch die Klettersaison ist noch nicht vorbei! Drei der beliebtesten Mehrseillängen-Regionen in Tirol bieten auch im Spätherbst unvergessliche Touren: kurze Zustiege, wenig Betrieb und das goldene Farbenspiel der Herbstwälder als Bonus.
Blick über den Herbstlichen Achensee
Blick über den Herbstlichen Achensee

Wer bekommt vom Kletter-Sommer nicht genug?

Eine Klettersaison bietet immer unzählige unvergessliche Momente – von den ersten warmen Frühlingstagen bis zu den letzten sonnigen Herbsttouren. Wer Mehrseillängen liebt, weiß: Jede Jahreszeit hat ihren ganz besonderen Reiz. Für alle, die ihre Saison noch einmal mit einer lohnenden Tour krönen möchten, haben wir drei ausgewählte Regionen aus dem Climbers-Paradise-Portfolio zusammengestellt.

Der Sommer neigt sich dem Ende zu, die Tage werden kürzer – und wir blicken zurück: Welche Kletterregionen in Tirol haben euch in dieser Saison am meisten begeistert? Ein Blick in die Statistiken zeigt: Ihr wart unglaublich aktiv und habt die ganze Vielfalt von Climbers Paradise erkundet – von A wie Achensee bis W wie Wilder Kaiser.

Zum großen Finale haben wir für euch drei Regionen herausgepickt, die nicht nur zu euren Sommerfavoriten zählen, sondern auch jetzt im Spätherbst lohnende Ziele sind. Gerade in dieser Jahreszeit kommt es darauf an, die Touren klug zu wählen:

  • Kurze Zustiege – damit auch nach der Zeitumstellung genug Tageslicht bleibt
  • Einfache Abstiege – sicher und stressfrei ins Tal
  • Überschaubare Klettermeter – perfekt für kürzere Herbsttage

Packt noch einmal die Ausrüstung ein, genießt das Farbenspiel des Herbstes – und erlebt Tirols Mehrseillängen von ihrer vielleicht schönsten Seite!

Wandertafeln Tannheimer Tal

1. Mehrseillängen im Tannheimer Tal

Rote Flüh und Gimpel – klingende Bergnamen, die Mehrseillängen-Herzen höherschlagen lassen! Auch wenn das Gimpelhaus mittlerweile geschlossen hat, bieten diese beiden Paradegipfel noch einige lohnende Touren im Spätherbst.

  • Zustieg Nesselwängle → Gimpelhaus: ca. 1 Stunde
  • Weiter zum Einstieg (z.B. Klassiker „Wirklich oben bist du nie"): ca. 40 Minuten
  • Tour: 6 Seillängen, 160 Meter – überschaubar und herbsttauglich
Klettern an der Zwerchwand im Tannheimer Tal
2 Maenner beim Klettern an der Zwerchwand im Tannheimer Tal

Der große Vorteil im Spätherbst: Während es im Sommer manchmal zu Gedränge in der Wand kommt, hat man jetzt gute Chancen, die Route für sich allein zu genießen – samt Traum-Panorama über das Tannheimer Tal.

Wichtig: Abstiegszeit realistisch einplanen und eine Stirnlampe im Rucksack nicht vergessen!

Nach dem Klettern lohnt sich ein Besuch im Restaurant Morent in Zöblen – eines der kleinsten Haubenrestaurants der Region, wo Slow-Food in einer 400 Jahre alten Bergbauernstuben serviert wird. Unbedingt reservieren!

gemütliche Stube in Berghütte

2. Mehrseillängen am Achensee / Rofan

Die Mehrseillängen-Klassiker im Rofangebirge sind ein echtes Spätherbst-Schmankerl! Zwei große Vorteile:

  • Die Rofanbahn fährt noch bis einschließlich 4. November (8:30–17:00 Uhr) – der Zustieg wird damit um einige Höhenmeter abgekürzt
  • An der Rotspitz warten herrliche 2 bis 4 Seillängen, die auch an kurzen Herbsttagen alpine Atmosphäre vermitteln, ohne in die Dunkelheit zu geraten

Einfach mit der ersten Bahn hochfahren, die Aussicht auf den herbstlichen Achensee genießen und dann gemütlich in eine 2-Seillängen-Tour einsteigen – wer Lust hat, hängt gleich die zweite dran. Die letzte Bahn fährt um 17:00 Uhr zurück ins Tal.

Wem die Novemberkühle in die Knochen kriechen sollte, findet im Atoll Achensee mit seinem Penthouse-SPA das perfekte Après-Climb-Programm.

Blick über den Herbstlichen Achensee

3. Mehrseillängen in der Region Steinberge

Die südseitig ausgerichteten Wände, die im Sommer manchmal zu heiß zum Klettern waren, verwandeln sich im Herbst in ideale Kletterziele: Die Sonne wärmt jetzt angenehm den Rücken – kein Vergleich zur sommerlichen Hitze!

Zur Region:Steinberge

Bergpanorama Waidringer Steinplatte

Was die Region bietet:

  • Über 100 Mehrseillängenrouten – von moderat bis anspruchsvoll
  • Ironmaus (Steinplatte): 6c obligatorisch – für mutige Multipitch-Fans
  • Ironlaus (Steinplatte): 5c+ obligatorisch – die herbstlich gemütlichere Wahl
Mann beim Klettern in der Zentralen Waidringer Steinplatte
Bergpanorama bei Leogang bei Sonnenuntergang

Eine Stirnlampe im Rucksack schadet nie und beruhigt die Nerven, falls es in der Wand etwas länger dauert. Nach dem Klettern lockt das Aubad in Fieberbrunn mit seinem Saunadorf: ob finnische Zirbensauna oder Tiroler Almsauna – hier werden müde Muskeln wieder geschmeidig.

Die Mehrseillängen-Gebiete aus diesem Artikel

  • Rote Flüh

    Schwierigkeit:Schwierigkeit: 3 - 9Ort:Nesselwängle / Tannheimer Tal
  • Rotspitz (Rofan)

    Schwierigkeit:Schwierigkeit: 1 - 7a+Ort:Eben am Achensee / Achensee
  • Klettergebiet Steinplatte

    Schwierigkeit:Schwierigkeit: 4 - 9Routen:70 Routen
Saunahütten von Aubad in Fieberbrunn

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