Die Reibung – die Friction – ist am allerbesten, wenn die Temperaturen niedrig und die Luftfeuchtigkeit gering sind. Im Winter werden deshalb die härtesten Projekte geklettert. Aber auch alle anderen werden den Unterschied spüren: Der garstige Aufleger, von dem man im August noch runtergeschmiert ist, hält plötzlich. Wenn die Finger erst einmal warm sind.
Zugegeben, ein klein wenig felsfanatisch sollte man schon sein, um den ganzen Winter über draußen zu klettern. Aber kommt man erst mal in die richtigen mood, wird man immer wieder auch trotz Minusgraden an den Fels zurückkehren. Vorausgesetzt natürlich, man ist zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Aber mehr dazu später.
„It’s all about the grip, baby!“, so könnte man die Motivation für das Winterklettern wohl am besten zusammenfassen. Denn für richtig kleine Leisten und richtig winzige Tritte braucht es neben der nötigen Power eben auch die nötige Reibung. Und die Reibung, die friction, die ist am allerbesten, wenn die Temperaturen niedrig und die Luftfeuchtigkeit gering sind. Also im Winter. Deshalb werden die härtesten Projekte meist bei Bedingungen geklettert, bei denen andere lieber auf Skitour gehen oder die Rodel ziehen.
Aber auch alle, die nicht im elften Schwierigkeitsgrad unterwegs sind, werden den Unterschied schnell merken: Der garstige Aufleger, von dem man im August noch ständig runtergeschmiert ist, er „hält“ plötzlich. Und der kleine Tritt, auf den man sich dann doch nie zu steigen traute, ist überhaupt kein Problem mehr. „It’s all about the grip, baby!“, und deshalb macht Klettern im Winter auch so viel Spaß! Wenn die Finger erst einmal warm sind.
Tipps & Sicherheit
Du willst mehr zu Sicherheit beim Klettern wissen? Hier gehts zu unseren Sicherheitstipps.