Zwischen Waidring und Lofer zieht sich, weithin sichtbar, ein gut sieben Kilometer langes Felsband mit bis zu 250 Metern Höhe: die Steinplatte.
Egal ob Sportkletterer oder Alpinist, motivierter Anfänger oder Routinier – hier findet jeder etwas. Die Region Steinberge hat mit dieser Wand eines der vielseitigsten Mehrseillängen-Gebiete Tirols.
Text: Susa Schreiner
So lässt sich die Kletterei am zentralen Pfeiler in Kürze zusammenfassen: Am Wandfuß geht es eher plattig los, nach oben wird es immer steiler, ausgesetzter – und unglaublich griffig.
Quert man vom Parkplatz der Mautstraße zu den Einstiegen hinüber, kommt man zuerst an Sportklettersektoren und kurzen, dafür knackigen Mehrseillängen-Routen vorbei. Das ist die Spielwiese für alle, die sich ab dem 8. Grad wohlfühlen.
Auf engstem Raum lässt sich hier zwischen sehr unterschiedlichen Absicherungsstilen wählen – Eigenengagement ist streckenweise durchaus gefragt.
Der einzige Wermutstropfen an der Steinplatte: Viele der bekannten Linien sind keine eigenständigen Routen, sondern Kombinationen aus verschiedenen Durchstiegen oder sogar einzelnen Seillängen. Wer Orientierung braucht, sollte das Topo genau studieren.
Andererseits ist genau das der große Vorteil: Man kann unterwegs je nach Kraftreserven und Zeitplan in eine schwierigere Abkürzung oder eine einfachere Umleitung abbiegen. Gerade im oberen Wandteil, wenn die Ausgesetztheit zunimmt, ist das Gold wert.
Nach dem Klettern ist vor dem Baden: Badeklamotten einpacken und nach St. Ulrich an den Pillersee – rein ins Wasser und treiben lassen.
Tipps & Sicherheit
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