Ein Geheimtipp ist die DAV-Hütte oberhalb von Ehrwald in der Tiroler Zugspitz Arena nicht – an schönen Tagen pilgern viele Tagesgäste herauf, um die viel gepriesene Postkartenidylle live zu sehen.
Zu Recht: Erst der Seebensee mit der Zugspitze dahinter, dann, etwas unterhalb der Hütte, der smaragdgrüne Drachensee. Auf der einen Seite locken grüne Wiesen zum Baden, auf der anderen wird das Gelände felsiger und die Linien gehen stufenweise in große Wände über.
Text: Susa Schreiner
Wer sein Equipment schon heraufgetragen hat, muss nicht weit: Der Hüttenklettergarten liegt nur rund zehn Gehminuten von der Hütte entfernt.
Der Zustieg ist unschwer und gut zu finden, die Routen sind optimal abgesichert, die Schwierigkeiten gering. Nichts für Hardmover und auch nichts für alle, die sich sonst am liebsten im siebten Grad aufhalten – aber ein ideales Ziel für einen entspannten Tag mit dieser Aussicht.
Wer eine leichte Mehrseillängenroute klettern will, steigt an den Seebenwänden ein. Von der Talstation der Ehrwalder Almbahn steht man in gut 30 Minuten am Wandfuß – der Wald wirkt dabei wie eine natürliche Klimaanlage.
Die Route „Latschentango" macht ihrem Namen alle Ehre und wartet neben dem namensgebenden Gestrüpp mit vielen herausragend schönen Klettermetern auf. Ausgestiegen wird über die Kante – und dann steht man praktisch auf der Terrasse der Seebenalm. Ein kühles Getränk, weiter zur Coburger Hütte.
Von dort führen die Alpinrouten weiter nach oben. Viele davon hat Christoph Hainz eingebohrt, sie versprechen grandiose Linien.
Auf dem Weg lohnt außerdem der Wasserfall-Rundweg mit dem Seebensee-Wasserfall, der schon von der Bahn aus gut zu sehen ist.
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