Kurzer Zustieg, perfekte Absicherung, Routen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden und Platz zum Spielen am Wandfuß: Diese zehn Klettergärten erfüllen alle Kriterien für einen entspannten Familientag am Fels.
Die Auswahl geht auf die Lieblingsgebiete unserer Leserinnen und Leser zurück. Wir haben sie nach Lage sortiert – von den Klettergärten am Berg über Spots am Wasser bis zu den Gebieten direkt im Tal – und die Angaben mit den aktuellen Gebietsbeschreibungen abgeglichen.
Text: Katrin Oblasser
Grubastiege, Achensee
Eine rund 15 Meter hohe, plattige Wand im Rofan am Achensee, übersät mit Wasserrillen und griffigen Henkeln. 15 gut abgesicherte Routen, die meisten im dritten und vierten Grad. Der Klettergarten liegt auf 1.900 Metern und schaut nach Süden – ideal für heiße Sommertage. Zustieg von der Bergstation der Rofanbahn etwa 20 bis 30 Minuten.
Platzl, Achensee
Zwischen Grubastiege und Grubaplatte bietet das Platzl raue, wasserzerfressene Platten mit bester Absicherung: 10 Routen zwischen 10 und 20 Metern, im dritten bis sechsten Grad. Gut geeignet, um erste Meter im Vorstieg zu sammeln. Am Achensee gibt es insgesamt mehrere familienfreundliche Klettergärten – mehr dazu in Klettern mit Kindern im Spätherbst.
Kaiserklettergarten, Wilder Kaiser
Am Gams- und Murmeltierfelsen warten 19 Routen mit 8 bis 15 Metern Länge, die meisten im dritten bis fünften Grad. Die Felsen liegen rund 15 Minuten von der Gaudeamushütte entfernt; eine Einkehr dort oder auf der Wochenbrunner Alm rundet den Tag ab. Mehr über das Gebiet in Wilder Kaiser: Plaisir, Sportklettern und Klettergärten.
Klettergarten Wiesensee, PillerseeTal
Idyllisch am kleinen Wiesensee zwischen St. Ulrich und Hochfilzen in den Steinbergen gelegen. Der Alpenverein Hochfilzen hat den Klettergarten kindgerecht eingerichtet: 21 Routen zwischen 8 und 15 Metern, die meisten im vierten Grad. Zustieg nur 3 Minuten.
Flämenwandl, Leutasch
Direkt am Ufer der Leutascher Ache in der Region Seefeld, wenige Minuten vom Parkplatz Puitbach. 23 Routen im dritten bis sechsten Grad. Die Wand schaut nach Norden – im Hochsommer ein schattiges Ziel. Brotzeit oder Grillgut einpacken, Feuer aber nur dort machen, wo es erlaubt ist.
Klettergarten Putzen, Imst
Idyllisch im Putzenwald neben einem Wasserfall in der Outdoorregion Imst. Der Klettergarten wurde generalsaniert und eignet sich bestens für Kinder und Einsteiger: 26 senkrechte Routen zwischen 6 und 32 Metern.
Kletterwand Sauerbrunn, Prutz
Der kleine Klettergarten in Prutz-Faggen im Tiroler Oberland hat 10 Routen zwischen 12 und 18 Metern, die meisten im fünften Grad. Gleich daneben liegen eine Mineralwasserquelle und ein Spielplatz; am Nachmittag gibt es genug Schatten. Zustieg etwa 10 Minuten.
Klettergarten Oetz, Ötztal
Der Klettergarten am Ortseingang von Oetz im Ötztal ist in ein bis zwei Minuten vom Parkplatz erreichbar. 39 Routen in Gneis, viele davon leicht – die Sektoren „Lauser“ und „Mogli“ sind ideal für Kinder. Wer es schwerer mag, findet im überhängenden Mittelteil knackige Touren.
Klettergarten Locherboden, Mieming
Zwei Sektoren in der Nähe der Wallfahrtskirche Maria Locherboden, rund 130 Höhenmeter über dem Inntal in der Region Innsbruck. Die Felsen liegen nach Süden, geklettert werden kann fast das ganze Jahr. 33 kurze Routen, vor allem im fünften und sechsten Grad, dazu einige leichtere. Zustieg 15 bis 20 Minuten.
Nassereith / Botanischer Garten, Imst
Fast alle der 17 Routen liegen im dritten Grad – ideal für die ersten Kletterversuche. Die Felsen schauen nach Süden, Westen und Osten, deshalb findet man auch im Hochsommer ein schattiges Plätzchen. Achtung: Helm ist Pflicht – oberhalb der Routen ist Wild unterwegs, es besteht Steinschlaggefahr.
Mehr dazu in Kompromisslos: Kletterausrüstung für Kinder.
Tipps & Sicherheit
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