Im Rahmen der Zusammenarbeit mit unserem Ausrüstungspartner stellen wir euch heute den AustriAlpin Fish näher vor. Das Sicherungsgerät ist ein sogenannter Autotuber – ein Modell, das wie ein Tuber funktioniert, aber zusätzlich eine deutliche Bremskraft- bzw. Blockierunterstützung aufweist.
Unser Fazit: eine attraktive Option im Bereich der „Autotuber“ – und 100 % „Made in Austria“!
Unsere Tester-Seilschaft war diesmal im Nordwest-Zipfel von Tirol unterwegs, genauer gesagt im Tannheimer Tal sowie in der Tiroler Zugspitz Arena.
Von unserem Tiroler Ausrüstungspartner haben wir kostenlos das Set „Gold Fish“ mit dem HMS Rondo Slide-Autolock erhalten – dieses Sicherungsgerät kommt in der Regel im Set daher. Die „Hard-Anodized“-Beschichtung macht den Karabiner besonders abriebfest. Das Zusammenspiel der Geometrien von Karabiner und Sicherungsgerät garantiert sowohl die Bremskraft- als auch die praktische Blockierunterstützung. Ein Mini-Bügel im kleinen Schenkel sorgt dafür, dass sich der Karabiner nicht verdrehen kann – gefährliche Querbelastungen sind damit ausgeschlossen.
Auf den ersten Eindruck wirkt der Fish mit dem Karabiner etwas größer und massiger als andere Sicherungsgeräte. Ein Eindruck, der sich bei längerer Verwendung nicht erhärtet: Die Kombo liegt in derselben Dimension und Gewichtsklasse wie vergleichbare Autotuber. Das Design mit den pfiffigen Fish-Aufdrucken wirkt jung und frech.
Ausgepackt können erfahrene Kletter:innen mit diesem Autotuber (a.k.a. „Halbautomat“) gleich loslegen. Ist das Seil eingelegt und klettert der Seilpartner los, wird es spannend: Lässt sich das Seil gut ausgeben?
Der O-Ton eines unserer Tester: „Für mich war die Handhabung recht intuitiv. Zuerst habe ich mich mehr konzentrieren müssen und eigentlich genau wie mit einem Tuber gesichert. Beim schnellen Ausgeben hat das Gerät dann irgendwann leicht blockiert, weshalb ich begonnen habe, die ‚Daumen-Methode‘ anzuwenden. Daraufhin ging es viel besser! Einfach den Daumen der Bremshand unter die ‚Flosse‘ geben, den Fish nach vorn drücken und mit den anderen Fingern das Seil ‚tunneln‘. So kann die Führungshand das Seil jederzeit leicht herausziehen und es gibt kein Blockieren mehr.“
Kommt der Vorsteiger zu Sturz, zeigen sich die weiteren Vorteile – besonders die automatische Brems- bzw. Blockierunterstützung.
Unsere zweite Testerin bringt es auf den Punkt: „Wenn man schon mit Tubern sichern kann, ist der Umstieg recht leicht. Zu Beginn fühlte sich das Handling halt einfach anders an, ich musste mich etwas darauf konzentrieren, das Gerät leicht nach vorne oben zu drücken. Das wurde im Laufe des Klettertages immer besser. Irgendwann ist es dann ganz automatisch gegangen.“
Die Bedienung erfolgt intuitiv nach dem „Bremshandprinzip“ und kann daher rasch erlernt werden.
Mit dem AustriAlpin Fish geht das Ablassen des Partners sehr leicht. Die beiden Modi können erfahrene Kletter:innen intuitiv und rasch anwenden: Zuerst drückt man den Sicherungsbügel (a.k.a. Flosse) einfach nach oben, während die Bremshand unterhalb die Seilreibung zusätzlich regelt – das war unsere Standardmethode. Weniger oft haben wir die zweite, körpernahe Methode verwendet. Auch das Ablassen geschieht ruckelfrei und komplett intuitiv; der Ablasshebel kann dabei die „Flosse“ unterstützen.
Das uns bereitgestellte Set aus „Gold Fish“ und dem extra harten HMS Rondo Selfie Slide-Autolock wird im Fachhandel mit einem UVP von 79,00 € angeboten und liegt damit im mittleren Preissegment für Autotuber. Rechnet man den Preis des inkludierten Karabiners mit ein, ist das Set ein sehr guter und attraktiver Deal – in dieser hochwertigen Ausführung sollte man viele Jahre Freude daran haben.
Der Österreichische Alpenverein hat zudem ein sehr lehrreiches Video über den AustriAlpin Fish gedreht, das perfekt zeigt, wie das Sicherungsgerät funktioniert.
Tipps & Sicherheit
Du willst mehr zu Sicherheit beim Klettern wissen? Hier gehts zu unseren Sicherheitstipps.