Kletterspiele für Kinder und Erwachsene: 4 Ideen für Halle und Fels

Spielen statt pauken: Mit Kletterspielen lernen Kinder Technik ganz nebenbei – und auch Erwachsene haben beim Aufwärmen oder beim Ausprobieren neuer Bewegungen ihren Spaß.
Zwei Kinder mit Kreide an den Händen lachen am Fels
Zwei Kinder mit Kreide an den Händen lachen am Fels

Worauf es bei Kletterspielen ankommt

Die Auswahl an Kletterspielen ist riesig – drinnen in der Halle wie draußen am Fels. Entscheidend ist, dass das Gelände zum Spiel passt.

Fangenspielen im absturzgefährdeten Gelände eines Klettergartens oder in einer vollen Kletterhalle ist tabu. Die folgenden vier Spiele funktionieren in der Boulderhalle, am Wandfuß oder in der Toprope-Route – und machen Kindern wie Erwachsenen Spaß.

Text: Matthias Bader

Zum Aufwärmen: Teamball und „Feuer, Wasser, Sturm“

Teamball
Der Klassiker zum Aufwärmen: Zwei gleich große Teams spielen sich einen Ball zu – wenn keiner da ist, tut es auch ein verknotetes Knäuel aus Reepschnüren. Der Ball darf den Boden nicht berühren und nicht vom gegnerischen Team gefangen werden. Für eine vereinbarte Zahl an Pässen in Folge, etwa acht, gibt es einen Punkt. Das Team mit den meisten Punkten gewinnt.

Feuer, Wasser, Sturm
Der ideale Ort dafür ist der Boulderbereich einer Kletterhalle. Alle bewegen sich auf der Matte, ohne die Wand zu berühren. Beim Kommando „Feuer“ geht es so schnell wie möglich an die Wand: Festhalten nur an roten Griffen, mindestens fünf Sekunden lang und ohne Bodenkontakt. Bei „Wasser“ sind nur blaue Griffe erlaubt, bei „Sturm“ legen sich alle auf die Matte. Wer jeweils als Letzter dran ist, scheidet aus.

Ein Kind mit Mütze wirft auf einer Wiese einen Ball

Für Kopf und Körper: Kopfüber- und Blindklettern

Kopfüber klettern
Auch dieses Spiel funktioniert gut in der Boulderhalle. Alle liegen auf dem Rücken, den Kopf Richtung Wand. Die erste Person klettert zwei Züge und legt sich wieder hin. Die nächste klettert diese zwei Züge nach, hängt zwei eigene dran und legt sich ebenfalls hin – und so weiter. Weil man die Züge rücklings liegend beobachtet, sieht man sie quasi kopfüber. Das schult die Wahrnehmung, die Bewegungsvorstellung und das Merken von Griffen und Bewegungen.

Blindklettern
Das funktioniert auch draußen am Fels und macht großen Spaß: Zuerst klettert man eine leichte Route und versucht, sich alle Griffe, Tritte und Bewegungen einzuprägen. Danach geht es mit verbundenen Augen noch einmal hinauf – unbedingt im Toprope. Dabei trainiert ihr vor allem Bewegungsvorstellung und Merkfähigkeit.

Buchtipp: „Kletterspiele“ vom Alpenverein

Das war nur ein kleiner Auszug aus der fast unendlichen Vielfalt. Wer mehr sucht, wird im Buch „Kletterspiele“ des Österreichischen Alpenvereins fündig: übersichtlich dargestellt finden sich darin viele Spiele zum Aufwärmen, für die Klettertechnik oder für den Turnsaal – nicht nur für Kinder.

Mehr zum Klettern mit Kindern: So macht das Aufwärmen auch Kindern Spaß und Klettertraining mit Kindern: worauf es wirklich ankommt.

Titelseite des Buchs „Kletterspiele“ des Österreichischen Alpenvereins

Diese Artikel könnten dich auch interessieren