Entlang des Inn zwischen Imst und Innsbruck gibt es zahlreiche sonnenbeschienene Wände, die auch zum Klettern im Winter beste Bedingungen bieten.
Einige der wintertauglichen Felsen, die sich durch einen kurzen Zustieg, ihre südseitige Ausrichtung und schöne, abwechslungsreiche Routen auszeichnen, stellen wir euch hier vor.
An der nach Süden ausgerichteten Roten Wand findet man überwiegend senkrechte bis überhängende Klettertouren an kompaktem Fels. Klettern ist hier fast das ganze Jahr über möglich. Aufgrund der darüberliegenden Schrofen wird empfohlen, mit Helm zu klettern.
Anfahrt: Von der Inntalautobahn A12 bei der Ausfahrt Imst abfahren, von der B171 Richtung Karres.
Der kleine, sonnige Klettergarten Silz über der Inntalautobahn ist rasch erreichbar – hier kann fast das ganze Jahr hindurch geklettert werden.
Wer alle abgespult hat und noch Lust auf einen „Fun-Klettersteig“ hat, kann den Crazy-Eddy-Klettersteig begehen: Er liegt etwa 300 Meter westlich vom Klettergarten Silz und ist vom Parkplatz in 20 Minuten erreichbar. Beides lässt sich gut zu einem Familienausflug kombinieren – dank Tallage ideal auch bei unsicheren Wetterverhältnissen.
Klettern über dem Wasser: Der Klettergarten Stams liegt direkt am Inn – bei Hochwasser steht der Einstiegsbereich unter Wasser.
Vorsicht Glätte! Die Felsbrocken am Wandfuß können ziemlich glatt sein. Auf Kinder aufpassen, damit sie nicht ins Wasser fallen und vom Inn mitgerissen werden!
Wenige Meter flussabwärts lässt sich ein Abstecher zu einem Wasserfall machen, oder man folgt einem Steig hinauf zum Mieminger Plateau (Locherboden).
Das Klettergebiet Telfs Hex besteht aus acht Sektoren, die größtenteils von Bernhard Hangl und Arthur Wutscher eingerichtet wurden. Die Felsen sind überwiegend südseitig ausgerichtet; die Sektoren „Le Figaro“, „Pepato“ und „Antares“ bieten überhängende Kletterei in kompaktem Kalk.
Das Klettergebiet Arzbergklamm besteht aus neun sehr unterschiedlichen Sektoren – von bestens abgesicherten Plattenrouten bis hin zu teils überhängenden Felspartien wird fast alles geboten.
Im Hochwinter bekommt die Klamm allerdings nur für kurze Zeit Sonne ab.
Die Brunntalwegwand ist eine südostseitig ausgerichtete Felswand, die fast das ganze Jahr hindurch geklettert werden kann. Sie verläuft entlang einer Rinne, die sich von der unteren zur oberen Brunntalstraße hinaufzieht.
An der Wand neben der Kaiser-Max-Grotte befindet sich ein sehr schöner, südseitig ausgerichteter Klettergarten mit 16 lohnenden Routen im mittleren Schwierigkeitsbereich (5c bis 6c+, Routenlängen 15 bis 22 m).
Die 17 Routen bei der Kaiser-Max-Grotte liegen ausschließlich in den obersten Schwierigkeitsgraden (7b+ bis 8c, Routenlängen 15 bis 35 m). Die Grotte mitten in der Martinswand ist über einen gut gesicherten Weg einfach zu erreichen; der Wandbereich besteht aus hervorragendem, kompaktem Fels, die Routen sind sehr gut abgesichert.
Lage: östlich von Zirl über dem „Dschungelbuch“ im linken Teil der Martinswand.
Sehr sonnig gelegen ist der Klettergarten Galerie hoch über dem Inntal, direkt oberhalb der Bahngalerie. Die Wand bietet besten Fels und durchwegs lohnende, sehr gut gesicherte Routen.
Nach 30 Minuten Zustieg bergauf wird man neben toller Kletterei mit einer grandiosen Aussicht über das Inntal belohnt.
Tipps & Sicherheit
Du willst mehr zu Sicherheit beim Klettern wissen? Hier gehts zu unseren Sicherheitstipps.