5 Klettersteige mit tollen Gipfelzielen

Fünf Eisenwege, die alle an einem Gipfelkreuz enden – für das ganz große Gipfelglück in Tirol.
Klettersteiggeher am 5-Gipfel-Klettersteig im Rofan über dem Achensee
Klettersteiggeher am 5-Gipfel-Klettersteig im Rofan über dem Achensee

Der Weg ist das Ziel? Diesmal ist es der Gipfel

Klar, der Weg ist das Ziel. Aber wenn der Gipfel das Ziel ist, wird der Weg umso schöner. Vor allem, wenn man ihn über einen Klettersteig erreicht: Viel näher kann man dem Berg gar nicht treten!

Wir stellen euch deshalb fünf tolle Eisenwege vor, die allesamt ihr Ende an einem Gipfelkreuz finden, damit das „Etwas-Geschafft-Haben-Gefühl“ ganz groß rauskommt. Und mit 360-Grad-Ausblick schmeckt das verdiente Jausenbrot immer noch am besten.

1. 5-Gipfel-Klettersteig, Rofan

Wir starten fulminant: Nicht bloß einer, sondern sage und schreibe fünf Gipfel werden bei diesem Klettersteigabenteuer hoch über dem Achensee überschritten. Okay, eigentlich sind es ja fünf Klettersteige, die durch Gehpassagen verbunden werden. Man muss also nicht gleich alle fünf machen – wer es gemütlicher mag, sucht sich ein paar weniger aus. Aber über einen Gipfel führen sie alle:

Auf die Gipfel, fertig, los!

Topo & Zustieg:5-Gipfel-Klettersteig, Rofan

Die Steinseehütte in den Lechtaler Alpen

2. Steinsee-Klettersteig (B/C), Lechtaler Alpen

Diese Unberührtheit ist phantastisch: Wenige Gebirgsregionen sind so spärlich erschlossen wie die Lechtaler Alpen. Der Steinsee-Klettersteig macht hier eine bekömmliche Ausnahme – in moderaten Schwierigkeiten zieht er ’gen Steinkarspitze (2.650 m) empor. Wer die Via Ferrata vom Tal aus angeht, hat einen langen und ausgefüllten Tag vor sich. Da empfiehlt sich eine Hüttenübernachtung auf der urigen Steinseehütte, die den Zustieg deutlich angenehmer macht. Und nach dem Klettersteig: rein in den idyllischen Steinsee – zumindest mit den Zehenspitzen!

Topo & Zustieg:Steinsee-Klettersteig (B/C), Lechtaler Alpen

Klettersteig Tirolerweg in Nauders

3. Tirolerweg (D), Nauders

Ein Klassiker im Urgestein und zum Teil wunderbar am Grat entlang. Dazu beste Aussicht und Tiefblick – einerseits zum Reschensee, andererseits zu den Goldseen, und natürlich zum König Ortler!

Die nordseitige Lage, die teils nur schwachen Markierungen, die konzentrationsfordernden Abstiege und der stramme Zeitplan der Bergbahnen (erste Fahrt 9:00 Uhr, letzte Talfahrt 16:00 Uhr) machen allerdings eine ernsthafte Unternehmung aus diesem Klettersteig-Klassiker. Alpine Erfahrung, Trittsicherheit und Kondition sind erforderlich!

Topo & Zustieg:Klettersteig Tirolerweg (D), Nauders

Am Gipfel der Ellmauer Halt im Wilden Kaiser

4. Kaiserschützensteig (B/C), Wilder Kaiser

Ein Anstieg mit furiosem Finale: Der Kaiserschützensteig führt bis auf die Ellmauer Halt (2.344 m), die höchste Erhebung im an Erhebungen nicht armen Wilden Kaiser. Der Rundumblick auf die Zacken und Spitzen des „Koasa“ ist genial. Nicht umsonst heißt der Steig auch „3-Gipfel-Überschreitung“ – am Weg nimmt man die Kleine Halt und die Gamshalt gleich mit. Auch wenn die Kletterschwierigkeiten moderat sind: Die Länge macht die Unternehmung anspruchsvoll. Trittsicherheit und alpine Erfahrung sind hier Grundvoraussetzung!

Topo & Zustieg:Kaiserschützensteig (B/C), Wilder Kaiser

Der Gamsängersteig im Wilden Kaiser
Ausblick auf die Loferer und Leoganger Steinberge

5. Nackter Hund (C/D), Loferer Steinberge

Man muss ihn ja nicht gleich nackt angehen: Der Klettersteig „Nackter Hund“ führt auf einen der höchsten Gipfel der Loferer Steinberge, das Mitterhorn (2.506 m). Benannt ist er aber öffentlichkeitswirksam nach einem Gipfel, der gar nicht bestiegen, sondern nur tangiert wird – dem benachbarten „Nackten Hund“ (2.373 m). Der Eisenweg verläuft genau auf der Grenze Tirol/Salzburg. Und wer inklusive Zustieg nicht 1.500 Höhenmeter an einem Tag abspulen will, dem sei eine Übernachtung in der charmanten Schmidt-Zabierow-Hütte ans Herz gelegt.

Topo & Zustieg:Klettersteig Nackter Hund (C/D), Loferer Steinberge

Die Klettersteige im Überblick

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