Diesmal beeilen wir uns am Ende des Tages nicht, um die letzte Bahn ins Tal zu erreichen. Nein, wir bleiben einfach oben und genießen die letzten ruhigen Stunden des Tages.
Wir beobachten die Sonne, die langsam hinter den Gipfeln verschwindet, und beziehen unser Lager in einer gemütlichen Alpenvereinshütte. Am nächsten Morgen starten wir früh, noch vor den ersten Tagestouristen, und sichern uns die Pole-Position. Aus dem einfachen Klettern wird so ein unvergessliches Gesamterlebnis. Hütten mit Klettermöglichkeiten in der Umgebung gibt es einige – wir stellen euch vier davon vor.
Die wunderschön zwischen Erlspitze und Großem Solstein in der Ferienregion Innsbruck gelegene Alpenvereinshütte Solsteinhaus bietet Übernachtungsplätze für 85 Personen. Erreichbar ist sie von Hochzirl in gemütlichen 2 bis 3 Stunden.
Im Umfeld der Hütte gibt es einen Klettergarten mit Routen im Schwierigkeitsgrad II bis V, der perfekt für Anfänger und Kinder geeignet ist. Empfehlenswert ist auch der nett angelegte Übungsklettersteig. Aufgrund des alpinen Umfelds unbedingt an den Helm denken. Infos zum Sport- und Alpinklettern findet ihr auf der Homepage des Solsteinhauses.
Hoch über dem Achensee liegt die Erfurter Hütte – eine Alpenvereinshütte mit Klettermöglichkeiten für einen ganzen Sommer. Dank Rofanseilbahn ist der Zustieg äußerst bequem: Die Hütte steht direkt neben der Bergstation.
In ihrem Umfeld gibt es unzählige Klettergärten und alpine Kletterrouten – vom Anfänger- und Kinderklettergarten bei der Mauritzalm bis zum Highend-Sportklettergebiet. Gemeinsam sind ihnen der kompakte Kalkfels und der erhabene Blick zum Achensee, der sich wie ein Fjord in das Gebirgstal bettet. Ebenso lohnt der wunderschön gebaute „5-Gipfel-Klettersteig“ – für Genießer am besten auf zwei Tage aufgeteilt.
Der Geheimtipp oberhalb von Wildermieming für Kletterer, die Mehrseillängen bevorzugen: das Alplhaus ober Telfs. Im Umkreis der Hütte hat sich klettertechnisch viel getan: Am Karkopf sind einige wunderschöne Mehrseillängentouren entstanden, alle mit dem Prädikat „empfehlenswert“.
Die leichteste Route ist das „Geheimnis der Gallier“ (8 SL bis zum vierten Schwierigkeitsgrad) – perfekt zur Einstimmung. Wer es sportlicher mag, dem seien „Pflück den Tag“ oder „Heimatliebe“ nahegelegt: Hier wird der 7. Schwierigkeitsgrad erreicht, teilweise auch A0.
Die Muttekopfhütte in den Lechtaler Alpen ist das perfekte Basislager für kletternde Familien und alle, die für ein paar Tage in der Wildnis der Lechtaler Alpen klettern wollen. Bequemer Zustieg, herausragende Lage, ein ganzer Kletterführer voller vertikaler Möglichkeiten, legendäre Verpflegung – Kletterer-Herz, was willst du mehr? Oberhalb der Hütte wartet unter anderem der Klettergarten Eisenhut.
Tipps & Sicherheit
Du willst mehr zu Sicherheit beim Klettern wissen? Hier gehts zu unseren Sicherheitstipps.