Schmidt-Zabierow-Hütte (bis 10SL) - Sektor A3 Grosser Wehrgrubenspass

Region Steinberge

🄴
Beschreibung

Charakter:

Klassische „Loferer Kletterei“ über von Bändern und Schuttterrassen unterbrochene Wand- und Plattenstufen mit einer für die herrschenden Wandverhältnisse sehr schönen Linienführung auf den wohl markantesten Gipfel des Loferer Steinbergs. Die Kletterei bewegt sich durchgehend auf sehr festem Gestein. Allerdings in einer für Kletterer im ersten Moment nicht sehr einladend wirkenden Wandstruktur. Eindrucksvoll die Kulisse der Grossen Wehrgrube mit den sie umrahmenden Gipfeln sowie der stetige Tiefblick zur Schmidt-Zabierow-Hütte. Insgesamt gesehen eine sehr lohnende Unternehmung.

 

Schwierigkeit:

Leichtere Variante : 3 und 4 mit zwei Stellen 4+

Schwierigere Variante: Drei Stellen 5 (auch A0 möglich)

Auf den kurzen Terrassenpassagen auch 2 und leichter. Der 4. Grad sollte aber sicher geklettert werden.

 

Routenanzahl
1
👙
beste Jahreszeit
JUN JUL AUG SEP OKT
Routen anzeigen
Grosser Wehrgrubenspass  
Nr.
Länge
Grad
1
40m
5a
2
45m
4a
3
45m
3
4
50m
4a
5
50m
4a
6
50m
5a
7
40m
5a
8
40m
4a
9
40m
4a
10
50m
3
11
50m
4a
12
50m
3
13
50m
3
🄴
Beschreibung

Zustieg:

Von der Schmidt-Zabierow-Hütte (1966m) erst absteigend in die Grosse Wehrgrube und quer durch sie zum Einstieg auf ca 2100m in Gipfelfalllinie unter der markanten, kompakten Einstiegswand, ½ Std.

Einstieg:

Dort wo die Schlucht zwischen Eiskogel (Kl.Reifhorn) und Kreuzreifhorn nach unten verlängert im höchsten Punkt des Geröllfeldes der Gr. Wehrgrube ausläuft, befindet man sich in etwa der Gipfelfalllinie des Kreuzreifhorns. Die schwierigere, aber auch schönere Einstiegsvariante benützt den zentralen Teil der hier rechts ansetzenden, ca 50m hohen, kompakten Felswand als Durchstieg. Die leichtere Einstiegsvariante umgeht diesen Felsabbruch auf seiner linken Seite über eine leicht zu durchsteigende Schlucht und eine aus ihr nach rechts führende Rampe.

 

Absicherung:  

Die Route ist derzeit für ihre Schwierigkeit überdurchschnittlich gut mit Bohrhaken abgesichert, jedoch noch nicht komplett saniert. Die Fertigstellung ist noch für die heurigen Sommermonate geplant. Nichts dest trotz kann die Route nun in sehr gut gesichertem Gelände geklettert werden. An den Ständen stecken meist zwei Bohrhaken. Die Zwischenhaken sind in den schwierigen Stellen in ausreichenden und in den leichteren Passagen zur Orientierung in etwas weiteren Abständen gesetzt. Empfohlen zur Mitnahme sind  ein 50m-Doppelseil, 7-8 Express, einige Bandschlingen sowie ein kleines Sortiment an Stoppern.

Abstieg:  

Vom Gipfel über bezeichnetem AV-Steig (Michael Steiner Weg) kurz nach Süden ins sogenannte Weinschartl und weiter dem Steig folgend erst in der Ostflanke, später in der Westflanke und zum Schluss wieder etwas ansteigend in ca 1 Std. zurück zur Hütte.

Achtung:  

Im Juni und Juli beschert ein steiles Schneefeld und eine Randkluft im Einstiegsbereich der Route einen überaus alpinen Charakter. Dieses kann jedoch orographisch gesehen links über Schrofengelände umgangen werden. Beste Bedingungen sind meist im August und September anzutreffen.

Bei vorauskletternden Seilschaften bzw. für den Nachkletterer ist durch die eingelagerten Terrassen und Bändern mit vom Seil ausgelöstem Steinschlag zu rechnen. Unbedingte Helmpflicht!

Anzahl Seillängen
13
Routenlänge
600 m
🞂
Exposition
NW
Ausrüstung
50m-Doppelseil, 7-8 Express, einige Bandschlingen, kleines Sortiment an Stoppern
Zustieg
Abstieg
Bewertungi
Nicht bewertet
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