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Wie lange hält eigentlich mein Seil?

Diese und mehr Fragen werden uns immer wieder gestellt. Immerhin hängt an unserer Kletterausrüstung unser Leben, speziell an der PSA, der persönlichen Schutzausrüstung wie Klettergurt, Seil, Sicherungsgerät, Schlingen, Karabiner.

Wir wollen ein bisschen Licht ins Dunkle des Ausrüstungsdschungels bringen:

 

Fangen wir mit dem Kletterseil an:

Moderne Kletter- und Bergseile können nicht mehr reißen, außer es kommt zu einer Scharfkantenbelastung d.h. ein Sturz über eine scharfe Felskante oder ähnliches (ein scharf eingeschliffener Karabiner) oder zu einem Kontakt mit Säure, z.B. Autobatteriesäure.

Viel öfter aber kommt es zum Verschleiß des Seiles. Bei häufigem Gebrauch (2-3 Mal die Woche, bzw. viele Stürze ins Seil) wird speziell an den ersten Metern des Seiles der Mantel pelzig. Kommt dann noch der Kern zum Vorschein, kann man die betroffenen Stellen abschneiden und das Seil noch weiterverwenden.

Achtung! Die Mittelmarkierung und die Seillänge stimmen dann nicht mehr.

Wird das Seil sehr selten verwendet, halten wir uns an die Vorgaben der Hersteller, die besagen, ein Seil, das selten oder nie verwendet wurde muss nach 6-10 Jahren aussortiert werden. Ihr müsst bedenken, dass ein Seil aus Plastik besteht, dass auch bei Nichtgebrauch einer Alterung unterliegt.

Wir empfehlen zum Sportklettern am Fels ein Seil mit ca. 9,5 – 10 mm Durchmesser und einer Länge von ca. 70 bis 80 Metern.

 

Der Klettergurt:

Ähnliches gilt beim Klettergurt.

Bei häufigem Gebrauch verschleißt ein Gurt speziell an den Anseilschlaufen und muss dann aussortiert werden. Ansonsten wie beim Seil, nach 6-10 Jahren je nach Hersteller muss man den Klettergurt austauschen.

Je nach Einsatzzweck gibt es verschiedene Gurte. Allroundgurte mit vielen Verstellschlaufen decken ein breites Spektrum vom Sportklettern über Alpinklettern, Klettersteige bis zu Hochtouren ab. Sie können vieles gut, vielleicht nicht so perfekt wie die Spezialgurte, sind aber für Gelegenheitskletterer die beste Entscheidung.

Wichtig ist das Anprobieren des Gurtes, denn ob der Gurt passt, merkt man erst, wenn man im Gurt hängt.

 

Sicherungsgeräte.

Die Sicherunggeräte werden in zwei Gruppen eingeteilt.

Es gibt dynamische Sicherungsgeräte wie HMS (Halbmastwurf), Tuber und halbautomatische Sicherungsgeräte, wie z.B. Petzl GRIGRI oder AustriAlpin Fisch.

Beim Sportklettern sind dynamische Sicherunggeräte nicht mehr empfohlen. Das geht so weit, dass in bestimmten Kletterhallen das Sichern mit Tubern verboten ist.

 

 

Besonders gut zum Sportklettern, egal ob in der Halle oder am Fels eignen sich halbautomatische Sicherungsgeräte. Empfohlen sind Petzl Grigri, AustriAlpin Fisch, Mammut Smart, Salewa Ergo und Edelrid Jule.

Dabei gilt: Seil, Karabiner und Sicherungsgerät müssen zusammenpassen. Viele Sicherungsgeräte werden ohnehin nur mehr mit dem passenden Karabiner verkauft.

 

 

Kletterschuhe:

Über wenig wird so viel diskutiert, wie über die passenden Kletterschuhe.

Generell gilt. Kletterschuhe müssen passen, müssen aber auch (zu) klein sein.

Nur mit kleinen Schuhen kann man sauber Tritte ansteigen.

 

Kletterschuhe müssen eng sitzen
Kletterschuhe müssen eng sitzen

 

Das gilt umso mehr im Anfängerbereich. Mit zu großen Schuhen kann man das Treten und Steigen nicht lernen.

Daher probiert am besten im Geschäft verschiedene Modelle und lässt euch beraten welche Modelle sich ausdehnen und ihr deswegen noch kleiner kaufen müsst.

 

Expressschlingen und Karabiner:

Karabiner haben kein zeitliches Ablaufdatum, können aber auch verschleißen. Man muss sie aussortieren, wenn der Schnapper nicht mehr zu geht oder sie eingeschliffen sind. Achtung: An einseitig scharf eingeschliffenen Karabinern hat es schon Seilrisse gegeben.

Sind bei Expressschlingen die Karabiner nach 6 bis 10 Jahren noch in Ordnung, kann man auch nur das Band dazwischen neu kaufen.

 

Links eine neue Expressschlinge, rechts fixes Material aus Klettergärten
Links eine neue Expressschlinge, rechts fixes Material aus Klettergärten

 

Vorsicht gilt bei fixen Schlingen oder Karabinern in Klettergärten. Oft lässt sich das Alter nicht mehr feststellen, bzw. altern sie aufgrund der Witterungseinflüsse schneller.

Hier gilt mit gesundem Hausverstand entscheiden, ob man dem Material vertrauen kann oder ob Austauschen die bessere Lösung ist.

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