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Kletterrouten richtig projektieren

Wie man Routen richtig projektiert und warum man nicht aufgeben darf

 

Routen richtig projektieren. Klettern am Fels.
Um sich im Klettern zu verbessern, muss man Routen projektieren können.

 

Wir zeigen dir, wie man Routen projektiert, was das heißt, wieso man unbedingt „dran bleiben“ muss und nicht aufgeben darf.

Um schwerer zu klettern haben wir dir schon im Beitrag „Klettern lebt vom Schwierigkeitsgrad“ erklärt, dass es ganz wichtig ist, schwere Routen zu probieren, damit der Körper ständig neu dazulernt und sich neu anpassen MUSS.

Eine gute Möglichkeit dafür ist das Routen projektieren. Das heißt, eine Route zu probieren, in der man am Anfang mindestens 3-4 Hänger hat bzw. einige Stellen noch gar nicht klettern kann.

 

Die Balance zwischen Herausforderung und Frustation.

 

Die richtige Dosis macht’s aus. Ganz wichtig ist es, zuerst das richtige Projekt zu wählen:

  1. Liegt der Schwierigkeitsgrad zwei Grade über deinem Rotpunktniveau, ist die Tour zu schwer. Der Fortschritt wird ganz langsam sein und du wirst eher frustriert sein.
  2. Ist die Route zu leicht, ist die Herausforderung und damit der Trainingseffekt zu gering.
  3. Dein Projekt sollte in deiner geografischen Nähe sein, damit du oft hinkommst. Zusätzlich brauchst du auch Kletterpartner, die mit dir dort regelmäßig hingehen.

 

Ist das richtige Projekt gefunden, geht’s los mit dem Klettern. (hier: Niederthai)

 

 

Die kleinen Erfolge und die Rückschritte.

Schau dir dein Projekt an. Kannst du schon alle Züge klettern? Wann und wo wirst du die Zwischensicherungen einhängen? Das ist oft viel schwieriger, als das Klettern selbst.

Denk noch nicht an den Durchstieg. Freu dich über jeden noch so kleinen Erfolg in deinem Projekt. Du hast heute die ersten drei Meter ohne Sturz oder Rasten geklettert, das Einhängen der fünften Zwischensicherung hat heute das erste Mal funktioniert, du hast zum Ersten Mal den Griff in der Schlüsselstelle festhalten können. Diese kleinen Erfolge sind ungeheuer motivierend.

Aber du wirst auch Rückschritte erleben. Du denkst, du bist knapp vor Durchstieg und plötzlich kannst du die Griffe nicht mehr halten. Dir rutscht immer der Fuß an der gleichen Stelle ab. Plötzlich bist du so nervös und fällst an der leichtesten Stelle.

Diese Rückschritte sind wichtig und ganz normal. Probiere stets motiviert zu bleiben. Zerlege dir die Route in kleine Abschnitte. Begib dich auf die Reise und schau, was passiert. Das Ziel ist der nächste Griff und nicht das Top.

 

Das Ziel ist der nächste Griff. (hier: Martinswand)

 

 

Oben ist unten. Wirklich oben bist du nie.

Eines Tages wird der Tag kommen. Alles geht so leicht, so selbstverständlich, all die Zweifel und Ängste sind verflogen. Du lebst nur im Moment. Du vergisst alles um dich herum, konzentrierst dich auf das Wesentliche und stehst schlussendlich oben. Am Ende deiner Tour, deines Projektes.

Genieße den Augenblick, saug alles auf denn auf die riesen Freude folgt stets auch die Leere. Der Durchstieg ist quasi das Ende. Das Ende deines Projektes. Das Ende deines Traumes. Das Ende deiner Reise.

Und der Anfang vom Neuen. Vom neuen Projekt. Auf das Oben folgt immer das Unten.

Wirklich oben bist du nie, doch die Erfahrungen deiner Reise kann dir keiner nehmen und die sind am Ende viel wichtiger als der Schwierigkeitsgrad der Klettertour.

Viel Spaß bei deiner Reise.

 

Fast am Ende der Reise, Klettern in Niederthai
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